Das Fahrrad wird immer beliebter

War das alltägliche Radfahren noch vor 30 Jahren etwas für Ökos und für all jene, die sich kein Auto leisten konnten, so erleben wir gerade einen Boom in der Fahrradbranche.

Und mit dieser Beliebtheit des Fahrrades Fahrradfahren wird es auch immer mehr zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor. Im ganzen mitteleuropäischen Raum machen sich immer mehr krative Unternehmen auf, das Rad im wörtlichen Sinne neu zu erfinden.

Diesen Trend zeigen auch Statistiken von Crowdfounding-Plattformen: Alles, was die Mobilität neu und anders macht, weckt Innovationsgeist.

Beinahe jede Woche werden von Start-Ups kreative E-Bikes, innovative Sicherungen für den Drahtesel oder einfach nur Bikes in einer völlig neuen Bauweise präsentiert. Auch digitale Start-Ups haben das Fahrrad und seinen Fahrer immer mehr im Blick. So kommen laufend neue Apps für iPhone und Android auf den Markt oder es wird an noch besseren aktiven und passiven Beleuchtungen für die Ausrüstung, wie an Handschuhe oder Helmen, gearbeitet.

Hinter diesem Trend zum Fahrrad steht ganz klar der Umweltgedanke und die Bedeutung des viel geliebten Autos tritt immer mehr zurück.

Die Fahrradindustrie ist ein ganz enormer Wirtschaftsfaktor in Europa. In ihrem Jahresbericht hat die Vereinigung der Europäischen Fahrzeugindustrie bekannt gegeben, dass alleine im EU-Raum jährlich circa 12 Millionen Räder produziert werden. Man schätzt, dass alleine in der EU derzeit über eine halbe Million Arbeitsplätze mit dem Fahrrad zusammenhängen.

Ein rasant wachsender Markt ist jener der E-Bikes. Man schätzt, dass mittlerweile jedes vierte Fahrrad, das über die Ladentheke geht, ein E-Bike ist.

Um die Produktion der hochwertigen Räder in Europa halten zu können, haben sich in den letzten Jahren viele Unternehmen aus unterschiedlichen Staaten, die Fahrräder, Fahrradteile oder auch Zubehör produzieren, zusammengetan und sogenannte Fahrradcluster gegründet. Damit möchte man vor allem ausschließen, dass die Produktion nach Asien verlagert wird und die Synergien europäischer Hersteller besser genutzt werden können.

Auch wenn die Hersteller sehr innovativ und kreativ sind, so sind manche Staaten noch immer gefragt, gute Verkehrslösungen für die Radfahrer zu finden.